
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg...
6.2.2026
von Bruder David Steindl-Rast lese und höre ich immer mal gerne. Ein humorvoller, fast 100 Jahre alter und sehr weiser Mann. Jetzt gibt es ihn als (Ro)Bot.... und es hat mich neugierig gemacht, dass er diesen Schritt mitgeht. Also habe ich die App geladen und meine erste Frage gestellt (siehe Foto)
Die Antwort hat mich schmunzeln lassen. Tatsächlich beobachte ich oft amüsiert welche Werbeinhalte You Tube z. B. für mich einspielt und welche Perlen ich finde, wenn ich mich beim Prokrastinieren mal wieder im ZwischenNetz verheddert habe.
Meine Zweite Frage war "Wenn ein 99 jähriger einem Bot zustimmt, wem oder was sollte dann jemand mit 50 zustimmen?" Da antwortet der Bot mit seiner Stimme: "Wer mit 99 Jahren eine Bot zustimmt hat vielleicht JA gesagt zum Fluss des Lebens selbst und nicht nur zu einer Meinung oder Technologie. Mit 50 ist die Einladung ähnlich. Kannst du dem zustimmen, was das Leben dir jetzt schenkt - Fragen, Chancen, Unsicherheiten und Reife?"
Spouky aber irgendwie auch witzig! Der ebenfalls ehrwürdig alte Satguru hat ja auch eine Mediationsapp, wo man sich Coins verdienen und der AI Fragen stellen kann. Meins wird das nicht, aber möge es ganz viele Menschen erreichen und unterstützen!

Be happy !
18.11.2025
2 Situationen meiner Schottland Reise.
Einmal, als ich mich bei einem alten Ehepaar eingemietet hatte und den 80jährigen Gastgeber fragte, was für ihn ein "guter Tag" sei (a happy day), wenn er abends zurückschaut.... "Why look back?", sagte er "Just be happy". Darauf ich: "So would you say, it is a decision to be happy?" - "Yes, for sure!" antwortete er strahlend.
Und dann um 5h morgens auf der Fähre zurück nach Niederlande, der Weckruf in der Kajüte: Pfeifende Melodie von Bobby McFerrin´s wunderbaren Lied
"Don´t worry - be happy!" Somit war es mir leider unmöglich übellaunig in den Tag zu starten.

Serendipity
10.11.2025
Serendipity bedeutet "glücklicher Zufall oder Fügung"... und diese mehren sich, je mehr ich Vorstellungen loslasse und Kontrolle abgebe. Auch die Bereitschaft, gar nicht mehr zu erwarten, dass alles immer gut und angenehm sein muss, scheint mir da mitzuspielen ;-)
Vielleicht muss ich gar nicht ins Jetzt "kommen", muss nirgends hin, sondern kann einfach Im Sein bleiben?
... und beobachten, wie das Leben mir die Sachen vorbeibringt, welche sich in das Wofür-ich-diesmal-hier-Bin, einfügen.

Kraft
02.09.2025
Die Kraft frei zu fließen und seinen Weg zu finden...
Zeit mit und am Wasser zu verbringen, die unterschiedlichsten Farbenspiele und Dynamiken zu betrachten erfreut mein Herz sehr und überrascht mich auch immer wieder. Nicht alle stillen Wasser sind tief und ich glaube Wasser birgt vielmehr Geheimnisse, als wir denken können....
Dankbarkeit <3. Foto (c) David Endres

Lichtgestalten
30.08.2025
Es ist erstaunlich, wie immer öfter Syncronizitäten auftauchen und überraschende Begegnungen wie zufällig geschehen.... je mehr ich ins Vertrauen gehe.
Es gibt in dieser Welt so viele Einladungen in Angst zu gehen und in Sorge. Es scheinen mir gleichzeitig auch Übungsmöglichkeiten zu sein: nicht unmittelbar zu reagieren, sondern durchzuatmen, Humor wiederzufinden und vertrauensvolle Zuversicht.
Am Ende gestalten wir doch vielleicht alle Licht und die Art unserer mentalen Aktivitäten hat WeltWirkKraft?

Dunkelheit
10.06.2025
In meiner Podcastaufnahme von Systelios habe ich gesagt, dass ich mich dieses Jahr auch der Dunkelheit stellen mag.... damals bedachte ich nicht, dass man der Dunkelheit vielleicht Unrecht tut, wenn man sie als Synonym für Gewalt, destruktives Verhalten&Fühlen meint. Dunkel ist auch die Nacht, die Regeneration ermöglicht.... und wie Dunkelheit auch geborgen und kurzweilig sein kann, das durfte ich erfahren!
Da war viel Zeit mein Denken zu beobachten; zu erleben, dass es verschiedene Dunkelheiten gibt und dass es da ein Licht gibt, dessen Quelle nicht gesehen werden kann.
medicine wheel
28.4.2025
Der Frühling ist wieder eingezogen und verzaubert mit seinen Farben, Düften und Wachstumskräften. "Alle Jahre wieder Medizin".
... hier möchte ich aber ein Video verlinken, das ich auf mehrer Anfragen meiner Klient*innen letztes Jahr endlich ;-) mal per Video aufgenommen habe. Ebenso Medizin...für Körper, Geist und Seele:
Eine aus dem Yoga kommende Körperübung habe ich etwas verändert und mit dem Wissen um das Medicine Wheel verbunden. Das Medizinrad wird in vielen indigenen Traditionen angewendet, da es nicht nur bei Ritualen sonder auch im Alltag dabei unterstützt, gut orientiert und ausgerichtet durchs Leben zu gehen. Diese Körperübung habe ich in der Systelios-Klinik morgens immer mal wieder angeboten und von vielen Menschen die Rückmeldung bekommen, dass sie sehr hilfreich wirkt und auch gut in den Alltag zu Hause integrierbar ist.
Möge dir diese Übung gut ausgerichtete Tage ermöglichen!
Video ansehen, 2 Minuten

das neue Jahr
25.02.25
Das Jahr startete turbulent. Viele Ängste und Sorgen rund um uns und vielleicht auch in uns?... Da kann das Essen von Kartoffel-Chips eventuell das Kiefer mal etwas auflockern... und wenn es nur mit der weisen Erkenntnis (und durch ein Lächeln, das sich ins Gesicht schleicht) zusammenhängt, dass Leben niemals flach verläuft. Das behauptet jedenfalls diese Chippackung.
Es gilt mal wieder:
Man muss mit allem rechnen, auch mit dem Schönen!

Blumen aus Eis
23.12.24
Immer wieder staune ich über die Schönheit von Wasser. Wie beim Zufrieren dieses Sees so wundervolle Formen entstehen können... ein Eis-Blumenfeld!

....auch mit dem Schönen
24.11.24
Denn man muss mit allem rechnen - auch mit dem Schönen!
Wie zum Beispiel damit, dass ganz viele wunderbare Wesen auf und unter der Erde mitwirken, dass Biomasse zersetzt und in wunderbaren fruchtbaren Humus umgewandelt wird. Das ermöglicht einen Nährboden für Pflanzen und wiederum diese produzieren Sauerstoff, denn ich-du als Mensch, wie auch andere Wesen benötigen.
Jetzt könnte man aber auch zu dem Gebilde (siehe Foto) sagen: Ist das Kunst oder kann das weg?
Ich finde es ist ein Kunstwerk UND es erinnert mich daran, das wir nie alleine sind. In diesem Falle vermute ich, dass ein Regenwurm aktiv war... Dieser Turm ermöglicht mir eine Vorstellung zu bekommen, wie viel andere tun und dass wir viele Verbündete habe, die mit daran interessiert sind, dass ein Boden für Lebendigkeit bestehen bleibt. Dass da andere Wesen noch sind, die ebenso mithelfen dass dieser kostbare Schatz gepflegt wird.
Dass ich das bemerken darf, geschieht vermutlich durch ein "Nebenprodukt". Que interessante! Denn wer weiß schon, was "nebenbei" durch mich-dich in der Welt gerade geschieht?

Angst -Vertrauen 19.11.24
"Net viri fiacht´n und net nochi jammern!" Nicht voraus fürchten und nicht hinterher jammern.... Der Auspruch einer Bäurin bringt es auf den Punkt.
Was wäre möglich, wenn immer mehr Menschen das Opfererleben wie zu klein gewordene Kleidung ausziehen würden und aufhören Angstschürendes immer wieder in die Präsenz des JETZT zu holen.
Ein Bild das mir hilft, wenn Angst meinen Rücken hochkriechen will: Es gibt 2 Feuerstellen. Das Feuer der Angst und das Feuer des Vertrauens. Ich kann nicht verhindern, dass ich manchmal Angst spüre, zumals das Angst-Feuer auf der Welt gerade richtig angeheizt wird.... aber ich kann entscheiden, in welche Feuerstelle ich mein Holzscheit hier & jetzt lege.
Lege ich mein Scheit ins Feuer der Angst? Stimme mit ein in den Jammer-Chor des Beklagens und Verurteilens? Oder lege ich mein Scheit entschieden ins Feuer des Vertrauens und bleibe präsent in meinem eigenen Handlungsspielraum?
Dankbarkeit entfacht Vertrauen entfacht Zuversicht & Fröhlichkeit.
Punkt

Perlen 11.11.24
Fast wäre ich vorbeigelaufen. Tau auf Blätter am Boden in den südtiroler Alpen.
Wie zauberhaft sich Wasser im November zeigt. Als Nebel, als Tau, als Regen, in Wolken und hie und da schon als Schneeflocke.
Was ist es, dass ein Blatt einfach nur nass daliegt und ein nächstes so ein Kunstwerk an perfekten Wasserkugeln darbietet? Perlen, eigentlich flüssig und doch hier als einzelne Kostbarkeiten miteinander und gleichzeitig voneinander getrennt.
Wasser begleitet mich auf meiner Reise und versetzt mich wieder und wieder ins Staunen.
Ich will gar keine Antwort auf die Frage. Ich möchte staunend bleiben, es ist ein so schönes Gefühl!

ZuFrieden 02.11.24
...so kann man wohl das Leben am ehesten genießen. Denn, wie die Mutter einer Freundin zu sagen pflegte "San ma zfriedn, geht´s und guat!". Sind wir zufrieden - geht es uns gut. Jetzt bleibt die Frage, wie komme ich in einen zufriedenen Zustand?
:-(-:
Ja worauf entscheide ich mich zu schauen? Auf das was anwesend ist oder das was abwesend ist? Und wenn beides anwesend ist, das Schöne und das Schwere, bin ich trotzdem einverstanden? Kann ich Frieden schließen mit dem was mir geschieht? Worauf richte ich dann meinen Blick und mein Fühlen? Sehe ich nur das was fehlt oder auch jenes, das vorhanden ist?Kann ich Dankbarkeit spüren und wahrnehmen, was oft auch gerade durch Schwierigkeiten mir möglich wird?
I enjoy life - ist eine Entscheidung und bedeutet alles zu nehmen. Das Gute, wie das Schmerzhafte und Schwere.
Und damit Frieden schließen.
Der letzte Instagramm Eintrag des 17 jährigen Max war: "Enjoy every day, as if it was your last!" Das Bild zeigt eine Aufschrift von einem Ort, der an ihn erinnert: take a step - take a moment - enjoy life!
Also, wofür entscheidest du dich? :-(-:

Mongolei 14.10.24
Nach 50 Tagen in der Mongolei bin ich zurück und am Nachklingen. Was ich in der Mongolei vor allem wahrgenommen habe ist die Weite und die Präsenz in der Verbundenheit mit der Natur.... die uns miteinschließt, weil wir ja auch Natur sind.
Dort gibt es Wasser und Trockenheit, weite Steppentäler und enge Schluchten, die runden Jurten am Land und die eckigen Häuser und Zäune der Städte. Das Nomadenleben und die westliche Kultur, die sich überrall hineindrängt und Konsum predigt.
Bei den Nomaden, die ich kennenlernen durfte, sind mir eindrücklich: Ihre Großzügigkeit, Herzlichkeit, Zufriedenheit und Fröhlichkeit.
In der Mongolischen Sprache geht es viel darum, dass etwas anwesen oder abwesen ist. Es geht viel um´s SEIN. Man ist MIT etwas da oder OHNE etwas da.
Das ermöglicht mir auch in mir zu schauen. Was ist in mir anwesend, was abwesend... und bin ich damit einverstanden. (Falls nein - kann ich es verändern und falls ja, wie?).
Beschenkt bin ich ebenso durch die Erfahrung, dass wenig Abwechslung oder Auswahl auch etwas total entlastendes und simplifizierendes hat. Es schafft Zeit für wirklich wichtige Dinge. Begegnung, Präsenz, Wertschätzen und Genießen, Lauschen.
Zeit. In der Mongolei hat alles seine Zeit. Am Land bei den Nomaden habe ich nie jemanden hetzten sehen - ausser, wenn man Tiere einfängt ;-) Sind Dinge zu tun, werden sie getan und das in ihrer Zeit. Ist nix zu tun, kann man sich hinsetzten, schauen, essen, reden, schlafend oder einfach SEIN.
Das Leben in der Steppe schien mir hart, pur, reich und warmherzig zu sein. Auch wenn die Temperatur aussen immer schon mal unter 0 fiel.
Ich bin unendlich dankbar, dass ich diese Reise machen konnte, diese Menschen, Tiere, Steine, Wasser und Pflanzen kennen lernen durfte!!!
